Nachts beim Waldkauz

Dieses Jahr habe ich wieder versucht, verschiedene Bilder vom Waldkauz zu bekommen. Da ich den Vogel an der Bruthöhle nicht unnötig stören wollte, war ich nicht sehr oft dort und das auch in längeren Abständen.

Der Blitz war immer auf der Kamera montiert. Ich habe per Kabelfernauslösung direkt ausgelöst

Alexander Pflug
Alexander Pflug

oder die Kamera näher positioniert und die Kamera samt Blitz näher an den Baum mit der Bruthöhle gebraucht, dann aber von weiter weg ausgelöst.

Alexander Pflug

Da habe ich eine zu lange Brennweite benutzt. Die Baumhöhle ist ca. 7m in der Höhe.

Alexander Pflug
Alexander Pflug

Es gab auch einige Fehlversuche. Der Waldkauz ließ sich nicht blicken. Der Blitz funktionierte nicht so wie ich das wollte. Einmal hatte ich vergessen den Autofokus (AF) auszuschalten. das Ergebnis sind scharf abgebildete Äste und ein unscharfer, nicht angeblitzter Vogle.

Alexander Pflug

Ganz zum Schluss, die Jungen waren wohl schon weg, konnte ich einen Altvogel bei Tag fotografieren. Als er die Bruthöhle verlassen hatte, konnte ich ihn nur wiederfinden, weil zwei Eichelhäher derartig laut gekreischt haben und so das Versteck des Waldkauzes verraten haben.

Alexander Pflug
Alexander Pflug

Da kann ich nur sagen. Dranbleiben lohnt sich.

Alexander

Fotografieren im Schneetreiben

Die letzten Tage war ich draußen, um Schneelandschaften zu fotografieren. Das erste Mal hatte ich einen Wetterschutz über der Kamera ( Rainsleeve OP/TECH USA ), was aber nicht den Schnee verhinderte, der sich auf der Linse ansammelte und in der Sonnenblende.

Schnee auf der Linse

Die Kamera selbst blieb weitestgehend trocken, aber die Bedienung wird durch den Regenschutz deutlich verschlechtert. Rädchen drehen, Live View, alles geht mühsamer von statten.
Immer wieder konnte ich die Linse vom Schnee befreien.

Leichter Schneefall, aber mit starkem Wind
Schneetreiben auf der Wacholderheide

Der starke Wind, der den Schnee fast waagrecht kommen lies, war das größte Problem. Am besten war es mit dem Wind zu fotografieren, aber nicht jedes Motiv liegt da so günstig.

Am anderen Tag war es wieder der Wind, der mir das Leben schwer machte. Ich habe ohne Regenschutz fotografiert, was das Handling wesentlich verbesserte, aber dafür musste ich in Kauf nehmen, dass Kamera und Objektiv alles heil überstehen würden. Zum Glück war dies der Fall. Kamera war eine Nikon 810, das Objektiv das 24-120 f4 von Nikon mit ausfahrbarem Tubus, bei dem ich so meine Bedenken hatte. Aber alles vorsichtig getrocknet und keine Feuchtigkeit ist zurückgeblieben.

Doppelbelichtung mit entgegenkommendem Schnee
Schon wieder Schnee auf der Linse, alles war nass!!

Dünen und Sterne fotografieren

Anfang Januar war ich in Afrika, genauer gesagt in Mauretanien in der Sahara unterwegs. Dort wollte ich natürlich unbedingt den Sternenhimmel mit Dünen fotografieren. Zum ersten musste ich schon in der Planung feststellen, dass leider kein Milchstraßenzentrum zu sehen geben würde und zum anderen war ich mit einer Rallye unterwegs, so dass der Zeitpunkt, wann ich zum Fotografieren kommen würde sehr unsicher. Dabei hatte ich drei Milvus Objektive von Zeiss, ein 15er f2.8 ein 50er f1.4 und das 100er Makro f2.

Die Sterne bin ich mit dem 15er Objektiv angegangen. Eine sehr gute Einrichtung des manuell zu bedienenden Objektivs ist der Anschlag bei Unendlich. Aber auch hier musste ich feststellen, dass bei der Überprüfung im Liveview-Modus ein ganz klein wenig nachgeregelt werden musste. Leider konnten wir erst abends unser Camp errichten, so dass ich nicht so recht sah wie die Düne aussah. Im schwachen Taschenlampenlicht habe ich die zertrampelte Düne dann auch nicht gesehen. Deshalb ist es umso wichtiger, möglichst schon bei Tageslicht den richtigen Ort für die Nachtfotografie zu finden.

Sanddüne mit Sternenhimmel. 15mm, ISO 3200, 25s, f2.8

Die Dünen im Abend bzw. Morgenlicht zu fotografieren war dagegen einfacher. Hier war nur der Wind mit vielen kleinen Sandpartikeln darin ein Problem. Dafür hatte ich das Rainsleeve von OP/TECH mitgenommen. Es hat auch sehr gut gegen den Sand geschützt, war nur etwas umständlich zu fotografieren.

Sanddüne im Abendlicht, Sahara. 15mm, ISO 64, 1/125, f11

Selbstportrait im Abendlicht, 15mm, ISO 64, 1/60, f11

Mein Fazit. Wenn Möglich den Ort zum Fotografieren bei Tageslicht erkunden und viel Zeit zum Fotografieren einrechnen. Beides hatte ich leider nicht.

Alexander

Milchstraße

Mich hat es mal wieder hinaus gezogen, um die Milchstraße zu fotografieren. Meine App Planit! Pro hat mir gezeigt, dass Mitte August die Aussichten auf ein Milchstraßenzentrum bei wenig Mond gut stehen.

Leider war es dauernd bewölkt. Doch an diesem Tag hat der Himmel zumindest etwas aufgerissen, so dass ich mein Glück versuchen wollte. Und zwar auf der Albhochfläche, da ich gleich für das Projekt www.wildealb.de unterwegs sein wollte.  In der Nähe von Bartholomä angekommen schienen dann doch die Wolken überhand genommen zu haben. Aber ich habe trotzdem versucht Bilder zu machen, war ich ja nun schon mal da. Die Himmelsrichtung wusste ich von der App.

die Ergebnisse haben mich dann doch beeindruckt. Als nie gleich aufgeben!!

Deutscher Sandlaufkäfer

Der deutsche Sandlaufkäfer, Cylindera germanica, läuft auf der Jagd, bevorzugt nach Ameisen, manchmal so schnell, dass er nichts mehr sehen kann. Dann muss er sich auf seine ausgeklügelten Antennen verlassen.
Ich habe es bei Sonnenschein versucht, da hier die Käfer aktiv sind, mit wenig Erfolg. Kurz vor einem Gewitter gelangen mir bis jetzt die besten Fotos, auch wegen der Bewölkung, die das harte Licht abgedämpft hat.

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